Mobilität in Bachelor- und Masterstudiengängen

Ein Auslandsaufenthalt wird grundsätzlich als große Chance angesehen. Dennoch scheuen viele Studierende gerade im Bachelorstudium den möglichen Zeitverlust durch eine mangelnde Vereinbarkeit mit dem Curriculum. Diese Seiten sollen als umfassendes Informationsangebot die Entscheidung für einen Aufenthalt an einer ausländischen Universität unterstützen und erleichtern.

 

Auslandsaufenthalte bereichern das akademische Leben

Die Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern, gehört zu den wichtigsten Gründen für einen Auslandsaufenthalt während des Studiums. Eine Reihe persönlicher Ziele wie das Kennenlernen fremder Kulturen, der Reiz der Herausforderungen in einem anderen Land oder einfach die Flucht aus der lange vertrauten Umgebung aufgrund purer Neugierde auf das Andersartige spielen bei der Entscheidung für den Auslandsaufenthalt eine wichtige Rolle.

 

Hinter der verträumten Floskel der Horizonterweiterung verbergen sich – näher betrachtet – allerdings auch handfeste Vorteile für werdende Akademiker und ihre avisierten Karrieren. Es ist an aller erster Stelle das garantierte Mehr an Erfahrung, dass Studierende in ihr selbstbestimmtes Leben hineinwachsen lässt. Dazu zählt auch die Übung der eigenen Flexibilität und Toleranz gegenüber Unbekanntem und evtl. Unerwartetem. Ganz entscheidend sind zudem erworbene Fremdsprachenkenntnisse.

 

Team- und Dialogfähigkeit, Kommunikationsbereitschaft und Sprachgewandheit werden gemeinhin auch als Softskills bezeichnet und bedingen als solche ein attraktives Profil im Lebenslauf. Für Personalentscheidungen sind die erworbenen Softskills mithin wichtiger als fachliche Eignung. Zudem ermöglicht das Studium an ausländischen Universitäten die Erweiterung des persönlichen Netzwerks über die Landesgrenzen hinaus, was bei späteren Bewerbungen klare Vorteile bringen kann.

 

Der Auslandsaufenthalt ist folglich ein persönlicher und beruflicher Gewinn, und gerade während des Studiums ergeben sich hierfür Möglichkeiten, die im späteren Berufsleben so wahrscheinlich nie wieder offen stehen werden.

 

Das Studium ist für Auslandsaufenthalte nicht immer vorbereitet

Trotz der offensichtlichen Vorteile liegt der Anteil der Studierenden, die einen Auslandsaufenthalt während ihres Studiums absolvieren, unter 25 %. Während außerdem für Diplomstudenten von 2007 bis 2009 ein leichter Zuwachs verzeichnet werden konnte, stagnieren die Zahlen bei den Bachelor-Studiengängen.

 

Die Gründe dafür liegen klar auf der Hand: Diplomstudierende gingen im 10. bis 12. Semester verstärkt ins Ausland, also zum Ende ihrer Studienzeit hin. Die meisten Pflichtleistungen waren bereits abgelegt, jetzt galt es wie oben beschrieben die Kür zu geben, aus persönlichen und/oder beruflichen Gründen. Solche Freiheiten werden den Studierenden im Bachelor- und auch Masterstudiengängen in der Regel nicht zuteil. Lediglich wenn sie die Regelstudienzeit von sechs Semestern deutlich überschritten gingen auch Bachelorstudierende verstärkt ins Ausland; am häufigsten im achten Semester. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Dauer der Aufenthalte, die unter Diplomstudierenden bevorzugt fünf bis sechs Monate währten, wohingegen künftige Bachelor sich meist nur noch ein bis zwei Monate gönnten.

 

Diesen Entwicklungen liegt v.a. ein Mangel an Zeit im Bachelor/Masterstudium sowie eine häufige Unvereinbarkeit mit dem strikten Lehrplan zugrunde. Die Sorge, an der heimischen Universität den Anschluss zu verlieren, hält viele Studierende auch bei grundsätzlich starkem Interesse von einem Auslandsaufenthalt ab. Hinzu kommt eine oft mangelnde Unterstützung durch die Hochschulen mit Informationsmaterialien, Beratungen oder gar spezifischen Programmen und Instrumenten.

 

Es gibt viele Möglichkeiten des Auslandsaufenthalts

Auf den folgenden Seiten werden Modelle und Strategien dargestellt, wie ein Auslandsaufenthalt auch im Bachelor/Masterstudium an der RWTH umgesetzt werden kann. Dabei hängt der beste Weg natürlich von der individuellen Situation und den jeweiligen Vorstellungen ab. Dieses Angebot versucht für die entsprechende Auswahl Entscheidungshilfen zu geben und die Studierenden mit allen nötigen Informationen zu versorgen.

 

 

 

Zu den Programmarten.

 


Fachgruppe Biologie der RWTH Aachen

Sprecher: Prof. Dr. Henner Hollert - Worringer Weg 1, 52074 Aachen

Tel.: +49(0)241/80-26669 - E-Mail: henner.hollert(at)bio5.rwth-aachen.de